Aus der Oberhessischen Presse vom Dienstag, den 2. Oktober 2007:
Solch ordentliche Einbrecher gibt es nur selten: Am Wochenende brachen Unbekannte durch ein Oberlichtfenster in einen Kindergarten in Kernen (Baden-Württemberg) ein und kochten genau 200 Gramm Spätzle. Danach verließen die Diebe die Räume wieder blitzeblank. Sie spülten den benutzten Topf und stellten ihn zurück in den Schrank. Die abgekochten Spätzle nahmen die hungrigen Einbrecher mit - ohne Besteck und Teller. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Ich denke, das kommt etwa an das von Terry Pratchett vorgeschlagene Prinzip des Antiverbrechens heran, wie z. B. “Einbrechen und Tapezieren” ![]()
Ich überlege nun, woher die wussten, dass genau 200 Gramm Teigwaren fehlen und die Einbrecher diese gekocht haben, wenn überhaupt kein benutzter Topf rumstand, sondern alles an seinem angestammten Platz?
Was in unserem Vorratsschrank an Teigwaren steht, kann ich im besten Falle erahnen. Wissen sicher nicht. Oder sind die Teigwaren im Kindergarten genauestens abgewogen und erfasst?
Irritierend.
Das hab ich mich auch schon gefragt. Vielleicht war’s ne 200g-Packung, die fehlte und leer im Müll auftauchte. Vielleicht gabs andere Indizien, die auf eine Benutzung des Herdes schließen lassen. Irgendwie werden die sich das schon zusammengereimt haben. Und wer würde denn schon ohne Indizien so einen dämlichen Einbruch rekonstruieren