Heute den SPIEGEL mit einem Tag Verspätung aus dem Briefkasten geholt, zum Arzt gewackelt und im Wartezimmer gelesen.
Habe dabei den Artikel von Henryk M. Broder über Mario Barth und dessen Erfolg gelesen. Der Artikel beginnt mit einer Anmerkung über die Haager Landkriegsordnung und die Genfer Konvention und eben damit, dass Mario Barth seinen Erfolg dem Umstand verdanke, dass diese Reglementierungen nichts über Leute sagen, die sich freiwillig in Gefangenschaft begeben und sich demütigen lassen. Ich muss sagen, Herr Broder trifft damit eine Facette meines Humors, vor allem mit der Bezeichnung Barths als “Kollateralschaden der Demokratie” oder der Bemerkung zu Barths Behauptung, nachts aufzuwachen und vor lauter Selbstverliebtheit nicht mehr einschlafen zu können: “Manchmal fängt ein Alptraum erst nach dem Aufwachen an.”
Nun mag man über solche Äußerungen gespaltener Meinung sein; ich persönlich würde andere nicht unbedingt so titulieren - auch, wenn Mario Barths “Humor” meist doch an meinem vorbei geht. Dennoch gefällt mir Herrn Broders Schreibe immer wieder (völlig unabhängig von Mario Barth).
Vielen Dank, Herr Broder, sie haben mir damit den Nachmittag versüßt.
P.S.: In diesem Zusammenhang auch vielen Dank an Martin Schmidt aus Elslohe (NRW) für seinen Kommentar über den SPIEGEL-Titel der vergangenen Woche, “Warum lächelt diese Frau?” (mit Montage von Angela Merkel in die Mona Lisa):
“Die lächelt nicht - die grinst!”